Wohnhaus
Düsseldorfer Straße 42 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1728 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Düsseldorfer Straße 42, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1880 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.11.1983 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Mülheim, da es den Ausbauprozeß dieser, bis 1914 selbständigen, Stadt dokumentiert. Aufgrund der günstigen Verkehrslage (Rheinhafen, Straßen- und seit ca. 1850 Eisenbahnknotenpunkt) und der historisch-politischen Gegebenheiten (Tradition der religiösen Freiheit) entwickelte sich Mülheim im 19. Jahrhundert aus einer Gewerbestadt zum industriellen Vorort (Waggonfabrik Zypen & Charlier 1846, Bleiweißfabrik Lindgens & Söhne 1851, Walzwerk Böcking & Cie. 1872, Drahtseilerei Felten & Guilleaume 1874). Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Bevölkerungszuwachs, der zur raschen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe der neuen Industrieanlagen führte.
Das zweigeschossige Haus mit originaler Einfriedung wurde um 1880/1890 errichtet. Es zeigt eine Backsteinfassade, die nach drei Seiten freistehend eine differenzierte Gliederung aufweist. Ein hohes Satteldach gipfelt in einem Treppengiebel mit Steinrelief, ein Risalit mit Walmdach in ein Dachhäuschen mit Zinnspitze. Das Gartentor (das Haus liegt rückversetzt von der Straße) zeigt einen Dekor aus Schmiedeeisen.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Holztreppe, Fußbodenfliesen im Flur und originale Fenster mit Sprossengliederung.
Städtebaulich bildet das Haus ein Unikum in der Bebauung der Düsseldorfer Straße: Es ist ein schloßähnliches Gärtnerhaus mitten im riesigen Garten, das sich der Reihenhäuserfront entzieht. Auch wegen dieser Besonderheit ist das Haus durch die Unterschutzstellung zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0