Wohnhaus
An der Bottmühle 11 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2044 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | An der Bottmühle 11, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinswall und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.
Das fünfgeschossige Haus wurde um 1905 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade mit Erker und Balkon (zweite Achse) und Loggien (erste Achse) mit Stuckgliederung in geometrischem Jugendstil. Originale Fenster und Haustüre vervollständigen die ästhetische Einheit der Fassade.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Fußbodenfliesen, Marmor-Wandverkleidung (Sockel) und Wand- und Deckenstuck im Hausflur; Terrazzotreppe und originale Wohnungstüren im Treppenhaus und Stuckdecken in Wohnräumen, die in originaler Grundrißstruktur verteilt sind.
Das Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses dar. Mit den anderen Bauten der in Maß und Proportionen einheitlichen Bebauung des Platzes An der Bottmühle bildet das Haus ein städtebauliches Ensemble, das eine ehrwürdige Kulisse für den Bottmühle-Turm darstellt. Der ganze, fast vollständig erhaltene Komplex Bottmühle, Parkanlage, Gebäude der Badeanstalt, beide Hausfronten mit repräsentativen Eckhäusern zum Ubierring bildet ein seltenes Dokument der gründerzeitlichen Baugeschichte der Neustadt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0