Wohnhaus
Severinswall 26 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2327 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Severinswall 26, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. An der Stelle der abgebrochenen Altstadtmauer entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren Wohnansprüchen.
Das viergeschossige Wohnhaus Severinswall 26 wurde 1905 errichtet. Es zeigt eine vierachsige Stuckfassade mit Gliederung und Dekor in Anlehnung an den Jugendstil. Die unteren zwei Geschosse (EG und 1. OG) sind durch Bänderung ästhetisch zu einem hohen Sockel zusammengefaßt, über den sich vertikal eingefaßt Fensterachsen der OG (2. und 3. OG) erheben. Die Fassade findet eine Verlängerung in die Dachzone, indem diese durch die Dachhäuschen geöffnet wird. Originale Fenster ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: der Terrazzofußboden (mit Datierungsinschrift) und der Wandstuck im Hausflur, eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer, einfarbige Oberlichtfenster (1. OG) und originale Wohnungseingangtüren im Treppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Räumlichkeiten mitsamt der originalen Zimmertüren und Stuckdecken. Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante (um eine Achse erweitert) des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Nachbarhäusern Severinswall 22, 24, 28 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von bescheiden gestalteten Jugendstilhäusern, die einen ästhetischen und sozialen Übergang von der bescheidenen Bebauung der Altstadt zur repräsentativen Architektur der Neustadt (An der Bottmühle, Ubierring, Mainzer Straße u. ä.) darstellen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0