Wohnhaus

Severinswall 28 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2328
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Severinswall 28, 50678 Köln
Baujahr1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.05.1984
Stadtteil Altstadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. An der Stelle der abgebrochenen Altstadtmauer im Severinswall entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren Wohnansprüchen.

Das viergeschossige Haus Severinswall 28 wurde 1905 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige asymmetrische Stuckfassade mit Loggien (dritte Achse) und mit Gliederung und Dekor im Jugendstil. Originale Fenster sowie originale Balkongitter (2. und 3. OG) ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: der Terrazzofußboden, der Wand- und Deckenstuck im Hausflur, die Terrazzotreppe mit Holzgeländer und originale Wohnungseingangstüren im Treppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume mit originalen Zimmertüren und Stuckdecken. Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Nachbarhäusern Seve

rinswall Nr. 22, 24, 26 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von bescheiden gestalteten Jugendstilhäusern, die einen ästhetischen und sozialen Übergang von der bescheidenen Bebauung der Altstadt zur repräsentativen Architektur der Neustadt (An der Bottmühle, Ubierring, Mainzer Straße u.v.a.) darstellen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0