Wohnhaus

Fridolinstraße 54 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2171
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Fridolinstraße 54, 50825 Köln
Baujahr1914
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 27.03.1984
Stadtteil Neuehrenfeld

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es von Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und von Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen in neugotischem Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z.B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Die Fridolinstraße liegt als eine parallele Wohnstraße zur Subbelrather Straße im südlichen Teil des Stadtbezirks.

Das 1914 vom Architekt H. Nettesheim erbaute Mietstockwerkhaus ist dreigeschossig und besitzt drei Achsen. Die Putzfassade weist zurückhaltende Stuck-Applikationen auf. Die axiale Gliederung wird durch einen zweigeschossigen Erker mit Pagodendach in der Mitte und sich darüber erhebenden, spitzen Ziergiebel betont, der in der Dachzone drei Fenster mit schöner Sprossengliederung umfaßt. Die oberen Fenster sind original erhalten. Die Haustüre wurde erneuert. Die Fenster der beiden unteren Geschosse wurden stilähnlich erneuert. Das Innere des Hauses wurde mit Ausnahme der Terrazzotreppe mit Holzgeländer erneuert. Einige Zimmertüren blieben erhalten.

Die rückwärtige Fassade, mit später vorgebauten Balkonen, ist verputzt. Ein kleines Gärtchen mit originaler Einfriedung zeugt etwas von der Hinwendung zur Natur jener Zeit, die stilistisch zwischen Heimatstil und Spätklassizismus anzusiedeln ist.

Städtebaulich dokumentiert dieser Teil Neuehrenfelds in seiner Bebauung das Ende des Historismus. Die wesentlich breiteren Häuserfronten weisen auf den höheren Wohnkomfort der Zeit hin, der mit einer größeren Zurückhaltung in den Fassaden einher ging. Das Haus ist als Dokument innerhalb des überwiegend gut erhaltenen Ensembles der westlichen Fridolinstraße unverzichtbar. Korrespondenz zum Haus Fridolinstraße 50 (Eckhaus).

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0