Wohn- u. Geschäftshaus
Elsaßstraße 38 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2176 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Elsaßstraße 38, 50667 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.03.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den achtziger bis neunziger Jahren vor allem Miethäuser für Arbeiter und Angestellte der nahen Industrie (Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal).
Das viergeschossige Haus mit Giebelgeschoß, Ladenlokal und Tordurchfahrt wurde 1905 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade mit flachem Erker, Frontgiebel und Stuckgliederung in Jugendstil. Originale Fenster im ersten Obergeschoß und zwei originale Dachgauben ergänzen die ästhetische Einheit der Fassade. Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Terrazzofußboden (mit einer Begrüßungsinschrift "SALVE") im Hausflur und Terrazzotreppe und Wandfliesen im Treppenhaus sowie das vollständig geflieste Ladenlokal (Fliesen mit schönen Jugendstilmustern).
Das Objekt stellt eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Bauten Elsaßstraße 65 und 40 bildet das Haus ein städtebauliches Ensemble von Jugenstil-Häusern, die die Endphase der Erstbebauung dieser Parallel-Straße zum Ring dokumentieren.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0