Wohnhaus
Taunusstraße 6 · Humboldt/Gremberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2211 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Taunusstraße 6, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.04.1984 |
| Stadtteil | Humboldt/Gremberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Kalk, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vorortes nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industriebetrieben außerhalb der Rayongrenze in der Mitte des 19. Jh. (1856 die Maschinenfabrik von Sievers & Co., 1858 die Chemische Fabrik von Grüneberg & Vorster, 1859 die Bierbrauerei Sünner, 1872 die Kalker Werkzeugmaschinenfabrik Breuer, Schumacher & Co.) entwickelte sich Kalk zu einer selbständigen Stadt (1877). Dieser wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Gelände in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie.
Das dreigeschossige Eckhaus Taunusstraße 6 mit ausgebautem Mansardgiebeldach wurde um 1912 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Hauptfassade mit sparsamem Stuckdekor im "geometrischen Jugendstil" (Einfassung der Fensterachsen in den OG, Fenster- und Türbekrönung). Das Giebelfeld der giebelständigen Seite zeigt eine unauffällige Pilasterordnung zwischen den Ferstern. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Fußboden-, Wandfliesen und Stuckwand- und Deckendekor im Hausflur; Terrezzotreppe mit Holzgeländer und verglaste Wohnungstüren mit Oberlicht im Treppenhaus, Zimmertüren und sparsamer Deckenstuck in Vorderzimmern. Städtebaulich gehört das o. g. Haus in eine weitgehend einheitliche Bebauung um den Taunusplatz (Taunusstraße 1 - 7, 6 - 8 bzw. Feldstraße 1), die dreigeschossige Häuser mit Mittelrisalit, Frontgiebel, Mansarddach und sparsam Dekor im geometrischen Jugendstil bzw. im Neoklassizismus aufweisen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0