Wohnhaus
Trimbornstraße 36 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1721 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Trimbornstraße 36, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1905 bis 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 31.10.1983 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Kalk, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industrie-Betrieben außerhalb der Rayongrenze in der Mitte des 19. Jahrhunderts (1856 die Maschinenfabrik von Sievers & Co., 1858 die Chemische Fabrik von Grüneberg & Vorster, 1859 die Bierbrauerei Sünner, 1872 die Kalker Werkzeugmaschinenfabrik Breuer, Schumacher & Co.) entwickelte sich Kalk zu einer selbständigen Stadt (1877). Dieser wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie.
Das viergeschossige Haus mit einem Giebelgeschoß wurde um 1905 - 1910 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige, symmetrische, mächtig wirkende Fassade in neoklassizistischem Stil. Der Fassadenaufriß weist eine klare horizontale Dreiergliederung auf (Erdgeschoß, erstes und zweites Obergeschoß, drittes Obergeschoß mit Giebel), die durch eine durchgehende Bänderung (Erdgeschoß, erstes und zweites Obergeschoß) und Anhäufung von Rundpilastern im dritten Obergeschoß betont ist. Das o.g. Haus stellt eine entwickelte Variante des ehemals für die Kölner Innenstadt charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß dar.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Terrazzofußboden, Wandfliesen und Stuckbändern (Wand und Decke) im Hausflur, Terrazzotreppe mit Eisengeländer und Holzlauf im Treppenhaus und Deckenstuck in Vorderzimmern.
Städtebaulich dominiert das Haus die Häuserfront der Trimbornstraße durch seine mächtige Erscheinung, die durch die neoklassizistische Fassadengestaltung noch unterstrichen wird. In Korrespondenz, in Maß und Proportion mit den Nachbarhäusern (Nr. 36 und 34) bildet das oben genannte Haus einen Bestandteil der weitgehend erhaltenen Erstbebauung der Trimbornstraße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0