Wohn- u. Geschäftshaus
An St. Magdalenen 11 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2219 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | An St. Magdalenen 11, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.04.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-Fenster-Häusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das viergeschossige Haus mit Ladenlokal An St. Magdalenen 11 wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Stuckfassade mit Gliederung im Stil der französischen Renaissance. Im Hausinnern ist eine Holztreppe erhaltungswürdig. Das o. g. Objekt stellt das für die Kölner Innenstadt bis zur Jahrhundertwende charakteristische Drei-Fenster-Haus auf L-förmigem Grundriß dar. Das Festhalten an diesen Bautypus in den 70er bis 80er Jahren dokumentiert den verspäteten Ausbau der südlichen Altstadt. Mit den Häusern Nr. 15, 17 und 20 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble viergeschossiger Bauten mit Ladenlokal (Ausnahme Nr. 17), die das Erscheinungsbild der engen Gasse bis heute prägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0