Wohnhaus
An St. Magdalenen 17 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2220 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | An St. Magdalenen 17, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.04.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-Fenster-Häusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das viergeschossige Haus An St. Magdalenen wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine vierachsige rote Backsteinfassade mit Gliederung in gelbem Backstein und Stuckbänderung im EG. Die Betonung der Horizontalen und der weitgehende Verzicht auf plastischen Dekor lassen die Fassade renaissanceähnlich erscheinen. Im Hausinnern sind: Terrazzofußboden im Hausflur und Holztreppe im Treppenhaus erhaltungswürdig. Das o. g. Objekt stellt eine Variante (um eine Achse erweitert) des für Köln ehemals charakteristischen Drei-Fenster-Hauses dar (im EG sichtbar). Mit den Nachbarhäusern Nr. 15 und Brunostraße 1 bildet das o. g. Haus ein städtebauliches Ensemble von Backsteinbauten mit jeweils zweiachsiger Fassade, die untereinander im Maß, Gliederung und Dekorformen korrespondieren. Dieses Ensemble prägt bis heute das Erscheinungsbild der engen Gasse An St. Magdalenen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0