Wohn- u. Geschäftshaus
An St. Magdalenen 15 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2536 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | An St. Magdalenen 15, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.07.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-FensterHäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das dreigeschossige Haus mit DG und Ladenlokal An St. Magdalenen 15 wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine vierachsige gelbe Backsteinfassade mit Gliederung im roten Backstein und Stuckbänderung im EG. Die Betonung der Horizontalen und der weitgehende Verzicht auf plastischen Dekor lassen die Fassade klassizistisch wirken. Zwei originale Dachgauben und originale Fenster (1. OG) bilden einen Bestandteil der äs
thetischen Einheit der Fassade. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Terrazzofußboden im Hausflur; Holztreppe mit langen Podesten und teilweise originale Wohnungstüren im Treppenhaus sowie originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt eine Variante (um eine Achse erweitert) des für Köln ehemals charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Nachbarhäusern Nr. 17 und Brunostraße 1 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von Backsteinbauten mit zweiachsigen Fassaden, die untereinander in Maß, Fassadengliederung und Dekorformen korrespondieren. Dieses Ensemble prägt bis heute wesentlich das Erscheinungsbild der engen Gasse An St. Magdalenen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0