Wohnhaus
Chamissostraße 7 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2231 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Chamissostraße 7, 50825 Köln |
| Baujahr | 1905 bis 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.04.1984 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und vom Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen im neugotischen Stil St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z. B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Im südlichen Teil ist die baumbestandene Chamissostraße mit ihrem vollständig unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden eine der schönsten Straßen Kölns und der geschlossensten Straßenräume.
Das zweigeschossige, zweiachsige Wohnhaus steht auf der westlichen Seite der Chamissostraße, wo die Bebauung ohne Vorgarten an den Straßenraum anschließt. Das in flachem Stuck gehaltene Gebäude korrespondiert mit dem Haus Nr. 9 durch in etwa symmetrische Fassadengestaltung. Im Erdgeschoß stehen neben der linken Eingangstür zwei Fenster mit originalen Holzflügeln und Oberlichtern mit senkrechter Sprossenaufteilung. Die Haustür ist original. Im 1. OG stehen die beiden Segmentbogenfenster auf einem durchlaufenden Fenstergesims. Die sehr flach angedeutete Stuckumrahmung mit Schlußsteinornament ist fast flächengleich mit der Putzfassade. Oberhalb der linken Achse liegen schließlich direkt unter dem Dachgesims drei kleine gekuppelte Fenster mit durchlaufendem Fenstergesims. Über der rechten Achse ist ein zweifach abgekanteter Ziergiebel mit hohem rundbogigem Fenster angeordnet. Flache, geometrische Ornamentik in Rankputz sowie Fugenstruktur im Randbereich des Giebels sind die sparsamen Schmuckelemente (darüber ein Satteldach). Im Inneren ist der Terrazzoboden des Eingangs und die Holztreppe mit Holzgeländer erhalten. Die rückwärtige Seite ist in Backstein (mit neuem Balkon) original erhalten. Städtebaulich ist die im Ensemblebereich Neuehrenfeld gelegene Chamissostraße ein außerordentlich ansprechendes Dokument individueller, noch historisierender Wohnbebauung des frühen 20. Jahrhunderts. Zwar ist auch hier im reizvollen Miteinander von sich öffnenden Vorgärten und Straßenfassaden, von Eckdominanten und korrespondierenden Reihenhäusern eine übergreifende Planung ablesbar, jedoch dokumentiert der individuelle Stil der Einzelbauten die Vielfalt des Historismus, in der das Einzelgebäude ein wesentlicher Teil des Ganzen ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0