Wohn- u. Geschäftshaus
Karolingerring 27 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2262 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Karolingerring 27, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.04.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmtung entstehen. Am Karolingerring entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit gehobenen Wohnansprüchen.
Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit sog. Pseudo-Souterrain, einem Giebelgeschoß und einer Tordurchfahrt Karolingerring 27 wurde um 1895 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige rote Backsteinfassade mit Risalit, Altan, Balkonen, Frontgiebel und einer reichen Stuckgliederung im Stil der deutschen Neorenaissance. Das originale Schmiedeeisengitter des Balkons (4. OG) ergänzt die repräsentative Fassadengestaltung. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: Marmorfußboden, -treppe (bis ins Parterre), Stuckdecken und -wände sowie die im Hausflur, eine Holztreppe mit Holzgeländer im Treppenhaus, Deckenstuck und originale Zimmertüren (teilweise vorhanden). Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Bauten Karolingerring 2, 24, 32 und 34 bildet das o. g. Haus ein städtebauliches Ensemble von Gründerzeitgebäuden, die untereinander in Maß, Proportionen und Stil (Historismus) korrespondieren und den repräsentativen Charakter der Erstbebauung der Ringstraße dokumentieren.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0