Wohnhaus
Elsaßstraße 50 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2256 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Elsaßstraße 50, 50667 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.04.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miets- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den 80er bis 90er Jahren vor allem Mietshäuser für Arbeiter und Angestellte der nahen Industrie (Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal).
Das viergeschossige Haus Elsaßstraße 50 wurde um 1890 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Stuckfassade mit flacher Gliederung und gotisierenden Dekorformen (1. OG). Zwei originale Dachhäuschen akzentuieren die Fassade in der Dachzone. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: Terrazzofußboden im Hausflur, eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Holzpodesten im Treppenhaus und die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar: der Hofanbau ist um einen Querflügel erweitert, so daß ein von drei Seiten geschlossener Hinterhof entstand. Mit den Gebäuden Elsaßstraße 3, 7, 9, 15, 17, 19, 2, 4 und 34 bildet da o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von Gründerzeitbauten, die untereinander in Maß, Proportionen und sozialer Bestimmung (gebaut für Angestellte bzw. Handwerker) korrespondieren und somit das Erscheinungsbild dieser Parallelstraße zum Ring wesentlich mitprägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0