Wohnhaus
Maria-Hilf-Straße 9 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2271 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Maria-Hilf-Straße 9, 50677 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.04.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miets- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen
Das viergeschossige Haus mit einem Giebelgeschoß Maria-HilfStraße 9 wurde um 1905 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade mit einem breiten Mittelerker und -giebel und mit Stuckgliederung im Stil der Neorenaissance. Zwei originale Dachhäuschen und originale Fenster ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengliederung. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: ein Terrazzofußboden, Wand- und Deckenstuck im Hausflur, eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer und originale Wohnungseingangstüren im Treppenhaus, originale Zimmerausstattung (Türen, Deckenstuck) sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar. Der Hofanbau ist hier um einen Querflügel erweitert, so daß ein von drei Seiten her geschlossener Hof entsteht. Mit dem Nachbarhaus 7 und den Bauten 3, 6, 10, 12 bildet das o. g. Haus ein städtebauliches Ensemble von dreiachsigen, viergeschossigen Häusern mit Erker, die untereinander in Maß, Proportionen und sozialer Bestimmung korrespondieren und somit das Erscheinungsbild dieser kurzen Verbindungsstraße prägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0