Wohnhaus
Siebengebirgsallee 13 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2331 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 13, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, durch Begrünung aufgelockertes Wohnen um 1910.
Das um 1908 errichtete Mietswohnhaus erhielt leider (nach dem Krieg) eine verödete Putzfassade, wodurch sich nach außen nur noch die architektonische Grundstruktur des dreigeschossigen Baus erhalten hat. Der Mittelerker dieses dreiachsigen Gebäudes dokumentiert die Axialität der Anlage, die vom strenggiebligen Zwerchhaus unterstrichen wird. Eine frühere Ähnlichkeit des Dekors mit dem des Nachbargebäudes Nr. 11 kann angenommen werden. Bemerkenswert sind die schmiedeeisernen Balkongitter, die stilistisch zur zeitgenössischen Grundstückseinfassung korrespondieren. Vor allem ist aber das Innere des Hauses denkmalwürdig, das sich als besonders schönes Beispiel repräsentativer Gestaltung original erhalten hat. Darauf deutet schon die Marmorverkleidung der Wände im Eingang hin, worüber sich der originale Wand- und Deckenstuck zeigt. Der Terrazzoboden ist ornamentiert, das großzügige Treppenhaus besitzt eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer. Sehr schöne verglaste Wohnungstüren und originale Zimmertüren, Stuckdecken. Städtebaulich ist das Gebäude innerhalb des fast vollständig erhaltenen Ensembles der Siebengebirgsallee wichtig, deren Bebauung die Entwicklung des Wohnhauses von 1905 bis 1925 repräsentiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0