Wohnhaus
Siebengebirgsallee 11 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2355 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 11, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, durch Begrünung aufgelockertes Wohnen um 1910.
Das um 1908 erbaute dreigeschossige Mietwohnhaus mit drei Achsen steht stilistisch - obwohl nur etwa zwei Jahre später erbaut - in deutlichem Gegensatz zu den Häusern Nr. 7 und 9. Es findet deshalb auch wieder zur strengen Axialität zurück, die zeittypisch durch Mittelerker und einen klassizistisch strengen Zwerchhaus unterstrichen wird. Auch im zurückhaltenden Stuckdekor der Putzfassade setzt es sich deutlich vom flachen Jugendstil der Nachbargebäude ab, um mit klassizistischer Sparsamkeit die eigenständige Würde zu betonen. Die Haustür und die Fenster der OG blieben als wichtige Elemente der ausgewogenen Maßstäblichkeit erhalten. Rückwärtige Fassade in Backstein. Im Innern blieb im Eingang die zeittypische Wandverfliesung bestehen sowie der Fliesenboden und die Terrazzotreppe mit Holzgeländer. Auch die Wohnungen weisen die originalen Wohnungs- und Zimmertüren und sogar noch weitgehend die originalen Stuckdecken auf. Städtebaulich ist das o. g. Gebäude ein wichtiger, da überwiegend original erhaltener, Teil des Ensembles der Siebengebirgsallee, die die Entwicklung des repräsentativen Mietwohnungsbaus von 1905 bis 1925 dokumentiert. Das Gebäude ist als wertvolles Baudokument des Jugendstils unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0