Wohnhaus
Siebengebirgsallee 38 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2343 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 38, 50939 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen.
Das dreigeschossige Wohnhaus aus dem Jahr 1906 ist mit drei Achsen einhüftig anglegt, wobei ein Schein-Mittelrisalit mit geschwungenem Ziergiebel im DG mit reicher Stuckverzierung gegen die teilweise in Backstein hochgemauerten Seitenteile steht. Das mit Jugendstilornamenten (Masken und Brüstungsornamente) reich verzierte Gebäude besitzt originale Fenster und eine erneuerte Haustür. Der Vorgarten mit originaler Einfriedung weist teilweise die originale Bepflanzung (Eibe) auf. Im Inneren sind im Eingang vor allem die Wandfliesen mit einem sehr hübschen floralen Jugendstildekor bemerkswert. Differenzstufen in Marmor führen auf die Terrazzo
treppe mit Holzgeländer. Jugendstil-Wohnungstüren in hoher Qualität gehören zu Wohnungen mit originalen Türen und vollständig erhaltenen Stuckdecken (teilweise sogar originale Treppenhausleuchten). Die rückwärtige Fassade mit hübschem Garten ist von Backstein. Das gesamte Gebäude befindet sich in einem weitgehend originalen Zustand. Das Gebäude ist städtebaulich in dem relativ gut erhaltenen Ensemble dieser Straße ein unverzichtbares Beispiel reinen Jugendstils, dessen zahlreiche Ausprägungsformen sich in dieser Straße nachweisen lassen. Es ist als Dokument gutbürgerlichen Bauens durch Form und Erhaltung unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0