Wohnhaus
Siebengebirgsallee 32 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2359 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 32, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen vor 1914.
Das um 1907 erbaute dreigeschossige Wohnhaus mit DG ist ein sehr gut erhaltenes Dokument des rustikalen Jugendstils, der sich vor allem durch die Verwendung von Fachwerk (im DG) Ziegelmauerwerk und Stuckdekor ausweist. Der weit vorspringende Erker endet in einem holzverblendeten Zwerchhaus von etwas bizarrer Würde. Die originalen Fenster im 1. OG geben noch die differenzierte Sprosseneinteilung wieder, die originale Buntverglasung ging verloren. Neue Haustür. Die zeitgenössische Einfriedung des kleinen Vorgartens blieb erhalten. Der Innenausbau dieses sehr markanten Hauses überdauerte teilweise den Neubau. Originale Terrazzotreppe mit Holzgeländer. Die Türrahmen blieben überwiegend erhalten. Das Treppenhaus erhielt noch glücklicherweise die originale Buntverglasung. Auch die Originalverfliesung des Eingangs in dunkelblauen Fliesen gibt mit sparsamen Stuckdekorationen und dem Terrazzoboden noch überwiegend den Originalzustand des gründerzeitlichen Ausbaus wieder. Das Haus ist mit großer Tiefe um einen Lichthof einhüftig gebaut. Städtebaulich ist dieser sehr repräsentative Vorstadtbau ein unverzichtbares Teilstück in der fast vollständig erhaltenen Fassadenseite, die den Stilreichtum des Jugendstils um 1910 in einzigartiger Weise variieren. Das o. g. Gebäude ist ein markanter Ausdruck eines noch ungebrochenen Historismus, dessen souveräne Vielfalt es exemplarisch darstellt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0