Wohnhaus

Siebengebirgsallee 36 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2342
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siebengebirgsallee 36, 50939 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.05.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen.

Das dreigeschossige Wohngebäude aus der Zeit um 1905 besitzt vier Geschosse, wobei das oberste seitlich des vorspringenden das DG allein belichtenden Zwerchgiebels erweitert wurde. Das relativ schlichte Jugendstilhaus ist axial geordnet; ein dreifenstriges Mittelrisalit - z. T. in Backstein - reicht über drei Geschosse und wird im 3. OG von einem Balkon abgeschlossen. Die Ornamente sind recht zurückhaltend auf Dach und Giebel konzentriert. Fenster teilweise original, auch die Haustür scheint überwiegend original zu sein. Im Innern weist der Eingang noch eine Stuckdecke und einen Jugendstil-Stützbogen auf. Der Fliesenboden geht in die Terrazzotreppe mit Holzgeländer über. Im 1. OG blieben z. T. Stuckdecken sowie originale Wohnungs- und Zimmertüren erhalten. Darüber erhebliche Renovierungen. Rückfassade in Backstein mit kleinen ummauerten Garten. Sehr wichtig für das historische Bild der Straße ist die originale Einfriedung (Eisengitter) des Vorgartens. Das Gebäude ist städtebaulich trotz seiner nicht ganz originalen Erhaltung vor allem durch die Nachbarschaft zu Haus Nr. 98 und 32 unverzichtbar, deren ausgeprägtere Gestaltung es innerhalb des Ensembles unterstützt. Darüber hinaus ist es durch sein frühes Baudatum auch von kunsthistorischem Interesse.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0