Wohnhaus

Siebengebirgsallee 33 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2356
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siebengebirgsallee 33, 50939 Köln
Baujahrum 1912
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 04.05.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen vor 1914.

Das drei- bis viergeschossige Gebäude wurde um 1912 errichtet und besitzt eine Putzfassade mit Stuckgliederung. Der hohe Giebel reicht über die gesamte Fassade und verdeckt mit einem Krüppelwalmdach das dahinterliegende Satteldach. Die Fassade zeigt - wie bereits das Haus Nr. 15 - als Architekturmotiv den sich nach oben verjüngenden Erker, der hier noch entschiedener im 2. OG hinter einem Balkon zurücktritt. Der Jugendstil ist dem Heimatstil gewichen, der sich mit größerer Strenge und sparsamer Stuckornamentik an mittelalterlich-romantische Gestaltungsvorbilder anlehnt. Damit ist in dieser Reihe das Gebäude als Dokument des historisierenden Spätstils vor 1914 unverzichtbar (Fenster neu). Im Innern hat sich der originale Ausbau in der Marmorverkleidung der Eingangszone erhalten wie auch die Terrazzotreppe mit Eisengeländer. Die rückwärtige Fassade ist verputzt, dahinter ein kleines Gärtchen. Auch der Vorgarten ist weitgehend original. Das offensichtlich nach Haus Nr. 35 erbaute Objekt schließt sich stilistisch der Reihe 15 bis 29 an, findet aber als Einzelbau zur axialen Aufteilung zurück. Es ist im Ensemble als wertvolles Beispiel des Wohnbaus für den gehobenen Bürgerstand unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0