Wohnhaus
Siebengebirgsallee 24 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2340 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 24, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen.
Das um 1912 gebaute zweihüftige Mietstockwerkgebäude weist auf drei Geschossen sechs Achsen auf. Das Gebäude zeigt rechts und links der beiden Mittelachsen zwei einachsige Erker, die im DG in sehr charaktervolle säulengestützte Loggien auslaufen. Ein klassizistischer Dachgiebel verbindet die beiden Erker wie auch die Balkone im 1. und 2. OG. Der Putzbau wird an den Erkern durch senkrechte Stuckstreifen gegliedert; ein Sockel aus Werkstein unterstützt den repräsentativen Anspruch der Fassade. Originale Fenster und Haustür sowie originale Vorgarteneinfriedung in Beton. Im Innern wird der spätklassizistische Stil im Wand- und Deckenstuck des Eingangs sowie in den Marmorwänden und Terrazzoboden aufgenommen. Im Treppenhaus mit Terrazzotreppe mit Holzgeländer haben sich Treppenhausfenster sogar noch mit Buntverglasung erhalten. Auch die Wohnungs- und Zimmertüren sowie teilweise der Deckenstuck sind original verhanden. Städtebaulich ist das sehr dominante Gebäude ein unverzichtbarer Teil der weitgehend original erhaltenen Siebengebirgsallee. In diesen Ensemble steht die klassizistische Fassade als ein Dokument des späten Historismus, anknüpfend an die Ordnungsstrukturen der Tradition (Axialität) und zugleich schon hinweisend auf die ornamentale Vereinfachung der neuen Sachlichkeit.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0