Wohnhaus
Siebengebirgsallee 61 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2357 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 61, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen vor 1914.
Das um 1912 errichtete Wohnhaus mit seiner sparsam stuckierten asymmetrischen Putzfassade ist ein typisches Beispiel des späten klassizistischen Jugendstil, der eher eine gewisse Spannung in der Fassadenaufteilung suchte. Der zweiachsige Erker trennt die Treppenhausachse von der breiteren Wohnachse, ein hoher Giebel vereinigt im DG die drei Wohnachsen. Die senkrechte Gliederung mit den originalen Fenstern akzentuieren zwei Stuckrosetten in der Brüstung des 2. OG. Leider ist die originale Verglasung des Treppenhauses durch den Krieg vernichtet worden. Haustür original. Im Innern blieb der repräsentative Eingang mit Marmorstufen und Marmorverkleidung an den Wänden erhalten, Terrazzotreppe mit Eisengeländer. Stuckdecken befinden sich noch im 1. OG; teilweise sind noch originale Zimmertüren anzutreffen. Städtebaulich ist das Gebäude im spannungsvollen Gegensatz zum Nachbarhaus Nr. 63 ein unverzichtbares Element in dieser überwiegend historisch erhaltenen Wohnstraße, deren Gebäude für das vermögende Bürgertum errichtet wurden. Im Ensemble sind Reichtum und Gediegenheit der Fassaden vereinigt mit schlichter Ornamentik Dokumente der hohen Wohnkultur gegen Ende des Historismus.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0