Wohnhaus
Siebengebirgsallee 58 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2209 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 58, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.04.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Gebäude ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende im Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethoven-Park) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches Wohnen in einer "Gartenstadt".
Das um 1912 gebaute drei- bis fünfachsige Gebäude besitzt eine Putzfassade mit Stuckgliederung, die von einem hohen Ziergiebel und einem abwechslungsreichen Mittelrisalit gegliedert wird. Auf den drei Hauptgeschossen sitzt ein Dachgeschoß mit Balkon in der Mitte. Stilistisch tendiert die vielleicht erst kurz vor Kriegsausbruch fertiggestellte Fassade zum Heimatstil, ohne sich - auch durch die sparsame, fast nur die Haustür umschließende Stuckierung - genau festlegen zu lassen. Leider wurden die Fenster teilweise erneuert. Sehr bemerkenswert: die eingezogene Veranda im 1. OG, Stuckeinfassung der Fenster. Bedeutsam ist vor allem der originale Bestand des Ausbaus, der, angefangen von der Haustür (Facettfenster), Wandverfliesung und Stuckierung der Wände, Terrazzotreppe mit Holzgeländer und stuckierter Treppenhaus (!) und originale Wohnungs- und Zimmertüren umfaßt. Größtenteils originale Stuckdecken. Auch der Vorgarten mit Einfriedung ist historisch. Städtebaulich ist dieses fast vollständig original erhaltene Gebäude trotz seiner nicht ganz ausgewogenen Fassade ein unverzichtbares Element dieser überwiegend erhaltenen Wohnstraße. Im Ensemble sind die kraftvollen und gediegenen Fassaden mit einfacher Ornamentik Dokumente der hohen Wohnkultur gegen Ende des Historismus.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0