Wohnhaus
Siebengebirgsallee 60 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2345 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 60, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1927 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen.
Das um 1927 erbaute Wohnhaus dokumentiert mit seiner breiten, zwei Parzellen umfassenden Fassade den neuen, vom Bauhaus stark beeinflußten Stil, der eine horizontale Fassadenaufteilung und das Fehlen jeglicher Ornamentik forderte. Der Bau ist axial gegliedert, das Mittelrisalit umfaßt drei mittlere und zwei Seitenachsen, die über Eck durchlaufende Fenster zeigen. Nur mit je einer Achse tritt das Gebäude wieder an die Nachbarfassaden zurück. Mit vier Geschossen und einem zusätzliches DG in der Mitte des Flachdaches ist die Grundstücksausnutzung deutlich höher. Die stark horizontal unterteilten Fenster sind teilweise original; sehr bemerkenswert ist die Eingangslösung. Im Innern zeugen Terrazzotreppen, Fliesenbelag und Marmorwandverkleidungen von differenzierter Materialwahl; die Wohnungstüren wurden z. T. erneuert. Originale Wandlampen im Treppenhaus. Rückwärtige Fassade verputzt. Städtebaulich partizipiert das Gebäude von der hohen baulichen Qualität der Wohnlage. Es wirkt durch seine betonte Einfachheit zugleich mit einer wirtschaftlich optimalen Grundstücksausnutzung. Das Gebäude ist als Dokument des baulichen (und wirtschaftlichen) Wandels an dieser Stelle unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0