Wohnhaus
Siebengebirgsallee 68 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2422 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 68, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1922 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße aus dem Beginn des 20. Jh. ein schönes Beispiel städtischen Wohnens im Grünen.
Das um 1922 erbaute Wohnhaus ist zweiflügelig angelegt, wobei ein mittleres turmartiges Treppenhaus die Mittelachse darstellt. Der fast schmucklose Putzbau spiegelt in den niedrigeren Geschossen, den kleineren Wohnungen und kleineren Fenstern die gegenüber der historisierenden Nachbarbebauung völlig veränderte Wirtschafts- und Wohnsituation wider. Die stuckumrandete Haustür ist original; die Fenster wurden erneuert. Im Innern blieb das Treppenhaus in Terrazzo mit Holzgeländer erhalten. Die Wohnungs- und Zimmertüren blieben erhalten, im EG sind auch noch Stuckdecken vorhanden. Kleiner Vorgarten. Städtebaulich paßt sich das Gebäude sehr gut in die Umgebung ein, ohne jedoch den Anspruch und den Reichtum der historisierenden Nachbarhäuser erreichen zu wollen. Der kleine Treppenhausturm wirkt als historische Reminiszenz im Ensemble. Das Gebäude ist zweifellos ein wichtiges Dokument der geänderten Gestaltung und Maßstäblichkeit in den 20er Jahren, die auch in dieser Wohnlage Geltung erhält. Es ist deshalb für das Ensemble unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0