Wohn- u. Geschäftshaus
Siebengebirgsallee 70 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2423 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 70, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße aus dem Beginn des 20. Jh. ein schönes Beispiel städtischen Wohnens im Grünen.
Der sehr weiträumige Eckbau zur Nonnenstrombergstraße wurde um 1910 vom Architekten Peter Rupp entworfen, der seine Häuser zu signieren pflegte. Die Putz-Stuckfassade scheint in einigen Bereichen verändert worden zu sein, wobei aus dem geometrischen Spätklassizismus der Fassade sich die originale Form der Dachlandschaft nicht ableiten läßt. In der fünfachsigen Fassade vor der Siebengebirgsallee unterstützen die erneuerten Fenster wenig die fast schmucklose Fassade, während die sechs Achsen zur Nonnenstrombergstraße hier eine reichere Stuckverzierung aufweisen. Fenster hier teilweise original. Das Haus ist viergeschossig, besitzt also als Eckgebäude gegenüber den Nachbarbauten ein zusätzliches Geschoß. Das EG wird als Laden genutzt. Im Hauseingang geht der Fliesenboden in Terrazzo über. Wand- und Deckenstuck sowie Marmorverkleidung der Wände unterstreichen den Anspruch der Fassade. Auch die Terrazzotreppe mit Holzgeländer ist - wie die teilweise originalen Wohnungs- und Zimmertüren - historisch. Städtebaulich ist das Eckgebäude zweifellos eine wichtige Dominante in dieser überwiegend original erhaltenen Straße, für deren Maßstäblichkeit und architektonischen Anspruch es ein wichtiges Dokument darstellt. Innerhalb dieses Ensembles ist es ein unverzichtbares Beispiel eines Wohnbaus für das gehobene Bürgertum.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0