Wohnhaus
Marienstraße 58 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2437 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Marienstraße 58, 50825 Köln |
| Baujahr | 1894 bis 1898 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.05.1984 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus Marienstraße 58 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Marienstraße liegt im Bereich ehemaliger Industrieansiedlungen.
Das dreigeschossige Mietswohnhaus mit drei Achsen ist ein zweifarbiger Ziegelbau. In den OGs ist die Fassade durch senkrechte Wandvorlagen axial gegliedert. Das etwa 1898 erbaute historisierende Gebäude ist von fast preussischer Strenge und Würde und bildet gleichsam den Kopfbau für die daran anschließende gereihte Ziegelfassade des Hauses Nr. 54. Gutproportioniert ist auch das Kranzgesims mit leichtem axialen Versprung. Fenster und Haustür wurden erneuert. Im Innern wurde das Gebäude weitgehend erneuert. Originaler Terrazzoboden. Holztreppe mit (neuem) Eisengeländer. Städtebaulich ist das Gebäude sowohl von seiner Lage innerhalb der geschlossenen originalen Zeile von Nr. 54 bis Nr. 72 her unverzichtbar wie aber auch aufgrund seiner hervorragenden Architektur, die diesem für einfache Wohnbedürfnisse erstellten Gebäude gegeben wurde. Mit der gegenüberliegenden Originalbebauung zeigt es den historischen Straßenraum der Gründerzeit in seiner Maßstäblichkeit und schlichten Ornamentik.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0