Wohnhaus

Marienstraße 39 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2465
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Marienstraße 39, 50825 Köln
Baujahr1893
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 12.06.1984
Stadtteil Ehrenfeld

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linkrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Marienstraße liegt im Bereich ehemaliger Industrieansiedlungen.

Das dreigeschossige Mietstockwerksgebäude aus dem Jahr 1893 zeigt in seiner ausgewogenen Ziegelsteinfassade von vier Achsen trotz einfachster Mittel einen durchaus beeindrukkenden architektonischen Anspruch. Dem Architekten ist es gelungen, das große Tor links der strengen Axialität unterzuordnen, die von dem leichten Risalit der beiden Mittelachsen gesetzt wird. Horizontal gemauerte Schmuckbänder. Die originalen Fenster blieben teilweise erhalten. Der Innenhof mit originaler Pflasterung führt zu den zurückliegenden gewerblichen Anbauten, die in einem guten originalem Zustand sind. Rückwärtige Fassade in Ziegelstein. Der Innenausbau entspricht dem schlichten Standard der Fassade: gemusterter Fliesenboden im Eingang mit Holztreppe und -geländer, die Türen sind größtenteils erneuert. Städtebaulich ist die Lage des Gebäudes als Beginn einer geschlossenen Zeile (bis Nr. 49) von erheblicher Bedeutung. Unverzichtbar ist das Haus auch im Zusammenhang mit der gegenüberliegenden Originalbebauung, die die originale Maßstäblichkeit des Straßenraums dokumentiert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0