Wohnhaus
Klettenberggürtel 63 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2500 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Klettenberggürtel 63, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.07.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Der Klettenberggürtel bildet in etwa die Grenze zwischen der Bebauung vor 1914 und der späteren, mehr von Siedlungsgesellschaften oder Eigentümern erstellten Häusern.
Das sehr gut erhaltene Gebäude mit originaler Vorgarteneinfriedung wurde um 1908 errichtet. Seine stark vom Werkbund beeinflußte drei- bis viergeschossige Fasade weist drei breite Achsen auf, die im Mittelrisalit von rundbogigen Fenster, an den beiden Seiten jweils von zwei schmalen, gekuppelten Öffnungen gebildet werden. Das EG und die sparsamen Gliederungen der Fassade sind aus Werkstein, die OGs sind verputzt. Über dem axialen spitzen Schmuckgiebel, breiten Raum für einen Balkon freilassend. Die Haustür ist original wie auch die Fenster, die mit den Filigran-artig unterteilten Oberlichtern die Maßstäblichkeit kleinteilig differenzieren. Auch im Eingang wird die Qualität des Materials in der Marmorverkleidung der Wände, Stuckverzierungen an Wand und Decke und in einer Marmortreppe mit Eisengeländer betont, in denen im 1. und 2. OG der oriignale Deckenstuck und originale Wohnungstüren treten. Die rückwärtige Fassade ist (mit Hinterhaus) in rotem und gelbem Backstein gehalten (kleiner Innenhof). Städtebaulich ist das hervorragend erhalte Objekt ein wichtiges Teilstück der Reihe Nr. 39 - 71, die die stilgleiche Kirche St. Bruno flankieren und ein Ensemble des ausgehenden Historismus bilden. Wegen seiner baulichen und stilistischen Qualität ist das Gebäude wesentlich und unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0