Wohnhaus
Klettenberggürtel 59 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2499 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Klettenberggürtel 59, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.07.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Der Klettenberggürtel bildet in etwa die Grenze zwischen der Bebauung von 1914 und den späteren, mehr von Siedlungsgesellschaften oder Eigentümern erstellten Häuser.
Das sehr differenziert proportionierte, um 1909 errichtete Eckgebäude zur Petersbergstraße weist nach beiden Straßen einen Vorgarten mit originaler Einfriedung auf. Es wurde wahrscheinlich trotz seiner Lage immer als Wohnhaus genutzt. Der Haupttrakt zum Gürtel ist dreiachsig und viergeschossig ausgebildet, wobei das DG (neu) verschiefert ist. Das hohe Dach ist leicht abgeknickt. Die zurückliegenden Seitentrakte nehmen jeweils eine weitere Achse ein. Zur Petersbergstraße wird das Motiv eines zweiten, geschweiften Giebels verwendet; die zurückliegende Eingangsachse am Grütel ist traufständig. Zahlreiche Architekturelemente schücken die in Werkstein und Putz gehaltenen Fassaden: ein Scheinerker zum Gürtel, ein breiter Fachwerkerker zur Petersbergstraße, Rundbogenfenster und gekuppelte Rechteckfenster, Natursteingewände und Schlußsteine, Fenster übereck und kräftige Ummauerung der Eingangstür. Gebäudesockel in Naturstein. Im Innern besitzt die großzügig bemessene Eingangsahlle den originalen Fiesenboden, die Stuckdecke ist hier noch weitgehend vorhanden wie auch die Türanlagen, Terrazzotreppe mit Holzgeländer.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0