Wohnhaus

Klettenberggürtel 66 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2501
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Klettenberggürtel 66, 50939 Köln
Baujahrum 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.07.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Der Klettenberggürtel bildet in etwa die Grenze zwischen der Bebauung vor 1914 und den späteren, mehr von Siedlungsgesellschaften oder Eigentümern erstellten Häusern.

Das außerordentlich breit angelegte Mietstockwerkgebäude weist fünf Achsen auf. Das um 1906 im dekorativen Jugendstil erbaute Haus ist dreigeschossig und axial gegliedert. Der mittig liegende, mit Stuckornamentik reich geschmückte Eingang wird von zwei über alle drei Geschosse reichenden Erkern flankiert, die im DG mit dreifenstrigen, durch Kriegseinwirkung leider verkleinerten, Schmuckgiebeln überkrönt werden. Der reiche Jugendstilschmuck der Stuckfassade an Brüstungen und Kranzgesims ist ein markanter Blickpunkt des Klettenberggürtels und ein unverzichtbares Dokument vollen- deter Stuckierkunst. Die Fenster wurden leider erneuert, die Haustür ist jedoch original und führt in einen weitgehend historisch mit seitlicher Marmorverkleidung, Deckenstuck und Terrazzoboden gebliebenen Eingang. Die Terrazzotreppe mit Holzgeländer steigt in weitgehend renovierte Wohnungsgeschosse. Rückwärtige Fassade in Backstein mit originalem schmiedeeisernen Balkongitter, Einfriedung und Hofgestaltung wenig verändert. Städtebaulich ist dieses sehr dekorative Gebäude als Dokument floralen Jugedstils unverzichtbar, stellt es doch einen markanten Blickpunkt dar, der mit dem gleichartigen Eckgebäude an der Luxemburger Straße in enger Wechselwirkung steht.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0