Wohnhaus
Klettenberggürtel 60 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3751 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Klettenberggürtel 60, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.10.1986 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das 4-geschossige Eckhaus mit 5 Achsen zum Klettenberggürtel und 4 Achsen zur Petersbergstraße beeindruckt durch eine abwechslungsreiche Fassadengliederung. Im EG weist die Fassade eine grobe, vertikale Scharrierung auf, die durch ein profiliertes Gurtgesims abgeschlossen wird, und das EG von der übrigen Putzfassade abhebt. Der überdachte Eingang zum Klettenberggürtel wird durch eine feine Scharrierung des Putzes betont, die durch leicht hervortretende Putzvorlagen horizontal strukturiert ist. Über dem Eingang springt das Treppenhaus vor die allgemeine Mauerflucht und durchbricht Traufe und Traufgesims. Über den Fensterstürzen verlaufen Gesimse, die diesem Vorbau ein gestuftes Erscheinungsbild verleihen. In der Erstreckung von 2 Achsen zur Petersbergstraße und von 5 Achsen zum Klettenberggürtel ist der Baukörper der übrigen Fassade vorgezogen und schafft eine Eckbetonung. Als konstruktiver Bestandteil des Hauskerns spiegelt die Fassade dessen Proportionen entsprechend seinem Querschnitt.
Im Inneren befinden sich ein Teil der Abschlußtüren, die Terrazzotreppe mit Geländer und Handlauf in originalem Zustand.
Nach der Industriealisierung und Besiedlung der Region von Klettenberg und Sülz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzt um die Jahrhundertwende die Bebauung zwischen Gottesweg und Klettenberggürtel ein. Für den Klettenberggürtel ist die Errichtung von Miethausblöcken charakteristisch, die eine umfangreiche Bautätigkeit auf diesem Gebiet dokumentieren, zu denen auch das o. g. Objekt gehört.
Durch den baugestalterischen Zusammenhang mit den Gebäuden Nr. 50 - 54, 56 und 58 als Denkmalensemble gewinnt das o. g. Objekt sein städtebauliches Konzept in Klettenberg, das auf die Wirkung im Straßenraum angelegt ist, in dem sich ein Formwille für markante, im Stadtbereich aufeinander abgestimmte Architekturen ausspricht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0