Wohnhaus

Königswinterstraße 4 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2502
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Königswinterstraße 4, 50939 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.07.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Königswinterstraße ist eine kurze, vom Gottesweg abgehende Wohnstraße innerhalb des Gürtels.

Das um 1910 erbaute Wohnhaus besitzt drei Geschosse und drei Achsen. Der über beide Geschosse reichende Mittelerker wird von einem Schmuckgiebel (als Zwerchhaus) bekrönt, der in neuerer Zeit etwas vereinfacht wurde. Die Stuckfassade blieb original erhalten und ist formal einem dem Heimatstil zuneigenden Jugendstil verwandt. Das Haus ist nicht axial gegliedert. Das linke relativ breite Fenster korrespondiert in den OGs mit dem Fenster des Erkers, wobei alle Öffnungen die originale, im Kämpfer versetzte Dreiteilung aufweisen. Die Haustür wurde erneuert. Die rückwärtige Fassade besitzt originale Balkons und Eisengitter, wurde jedoch verputzt. Sehr schön ist der Eingang mit ornamentiertem Terrazzoboden, seitlicher Verfliesung und sehr eigenwilliger Stuckierung der Decke. Terrazzotreppe mit Holzgeländer. Städtebaulich ist das Gebäude innerhalb des Ensembles auf der Westseite der Königswinterstraße ein sehr individueller, aber dennoch typischer Wohnbau im Klettenberger Stil für einfachere bürgerliche Ansprüche. Es bestimmt durch Gestalt und Maßstab den historischen Typus dieser Wohnstraße, deren Architektur die Eigenständigkeit und Vielfalt des reformierten Historismus um 1910 exemplarisch dokumentiert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0