Wohn- u. Geschäftshaus
Gottesweg 141 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2683 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Gottesweg 141, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Der Gottesweg ist Teil einer südlichen Verbindung zwischen Sülz und Raderthal.
Das um 1905 errichtete Wohn- und Geschäftshaus besitzt eine schlichte dreiachsige Stuckfassade, die im DG von einem gerade übergiebelten Zwerchhaus mittig akzentuiert wird. Die Fenster wurden stilrichtig erneuert, Haustür original. Die rückwärtige Fassade ist aus Backstein. Im Eingang wurde der historische Bestand aus gemustertem Terrazzoboden, stuckierten Wänden und Decke sowie der Terrazzotreppe mit Eisengeländer erhalten. Der stilvolle und solide Ausbau des Jugendstils setzt sich in den Wohnungstüren fort (originale Zimmertüren und Stuckdecken). Das lange Hintergebäude wird nicht - wie in der Nachbarbebauung - gewerblich, sondern als Wohnhaus genutzt. Kleiner Innenhof. Städtebaulich ist dieses wertvolle und gut erhaltene Wohn- und Geschäftshaus ein Dokument der Erstbebauung dieser Straße. Es bestimmt gemeinsam mit den ebenfalls dem Jugendstil zuzurechnenden Nachbarbauten Nr. 139, 155, 165 und 167 den Charakter des mit Mischnutzung bebauten Gotteswegs, der in seiner reichen Bebauung die wirtschaftliche Blüte Kölns nach 1900 dokumentiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0