Wohnhaus
Königswinterstraße 8 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6520 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Königswinterstraße 8, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.05.1992 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Erbaut um 1907, 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederung in Anklängen an den Jugendstil, betonte Mittelachse mit Erker in den Obergeschossen und Ziergiebel (flankiert von je einer Gaube); Fenster größtenteils stilähnlich erneuert, neue Haustür.
Rückfront mit Hinterhaus: backsteinsichtig, Balkone; Fenster z. T. original.
Im Inneren original erhalten: im Eingangsbereich Wandfliesen, Wand- und Deckenstuck (Tonnengewölbe); Terrazzotreppe mit Holzgeländer und gedrechseltem Antrittspfosten; Wohnungstüren; Zimmertüren und z. T. Deckenstuck.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Stadtteil Klettenberg, ein für Kölner Verhältnisse relativ geschlossen erhaltenes Gründerzeitviertel, ist erst nach der Jahrhundertwende im Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerkbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethoven-Park) erhöht wird.
Die Königswinterstraße - im stadtnahen Bereich Klettenbergs gelegen - ist eine Wohnstraße mit Blockbebauung für mittlere Ansprüche.
Og. Wohnhaus ist integraler Bestandteil des an der westlichen Straßenseite fast vollständig erhaltenen Ensembles von im Aufbau gleichartigen, in Einzelformen jedoch differenziert gestalteten Gründerzeithäusern. Mit seiner bereits deutlich in Stilformen des Jugendstil gegliederten Fassade ist das og. Objekt aus künstlerisch-wissenschaftlicher Sicht bedeutsam für das Verständnis der Architekturentwicklung und bezeugt zudem Gestaltungsfülle und Formenvielfalt der Stadtteilarchitektur.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0