Wohnhaus

Elsaßstraße 65 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2543
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Elsaßstraße 65, 50667 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1984
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehem. Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miets- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den 80er bis 90er Jahren vor allem Mietshäuser für Arbeiter und Angestellte der nahen Industrie (Felten & Guilleaume; Bindfadenfabrik Rosenthal).

Das viergeschossige Haus mit Giebelgeschoß und originalem Ladenlokal Elsaßstraße 65 wurde um 1905 errichtet. Es zeigt eine asymmetrische Fassade mit Erker, Ziergiebel (zweite Achse) und Fensterbalkons (erste Achse), Stuckgliederung im barockierenden Jugendstil. Originale Fenster, Haustür, Ladenlokal und eine Dachgaube im Mansarddach vervollständigen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Terrazzofußboden, Wandfliesen und Decken- und Wandstuck im Hausflur; Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Wandfliesen sowie originale Wohnungseingangstüren im Treppenhaus und die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses (im EG sichtbar) auf L-förmigen Grundriß dar. Mit den Bauten Elsaßstraße Nr. 38 und 40 bildet das o. g. Haus ein städtebauliches Ensemble von Jugendstilhäusern, die die Endphase der Erstbebauung dieser Parallelstraße zum Ring dokumentiert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0