Wohnhaus
Elsaßstraße 63 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2120 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Elsaßstraße 63, 50667 Köln |
| Baujahr | 1888 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.02.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den achtziger und neunziger Jahren vor allem Miethäuser für Arbeiter und Angestellte der Industrie (Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal).
Das viergeschossige Miethaus (ehemals für Arbeiter der Firma Felten & Guilleaume bestimmt) Elsaßstraße 67 - 63 wurde 1888 errichtet. Es zeigt eine neunachsige, symmetrische, rote Backsteinfassade mit Fensterbankgesimsen, gelben, horizontalen Streifen und betonter Mittelachse (Eingang, breite Treppenhausfenster, Frontgiebel) in optischer Anrechnung an die französische Neo-Renaissance.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Steintreppe und originale Toilettentüren im Treppenhaus und die originale Grundrißstruktur der Wohnräume sowie des Treppenhauses.
Mit den Bauten Elsaßstraße 59, 48, 6, 4, 2 sowie dem Eckhaus Merowingerstraße 16 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble von Backsteinbauten, die untereinander in Maß, Proportionen, Material und stilistischer Gestaltung (Neo-Renaissance) korrespondieren und das Erscheinungsbild dieser Parallelstraße zum Ring wesentlich mitprägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0