Kartäuserhof

Damiansweg 21 · Volkhoven/Weiler

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2674
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKartäuserhof
Adresse Damiansweg 21, 50765 Köln
Baujahrum 1860
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 16.10.1984
Stadtteil Volkhoven/Weiler

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Volkhoven-Weiler, weil es die Geschichte dieses Orts dokumentiert und ein wichtiger Teil der historischen Bausubstanz ist. Volkhoven, das bereits 1888 in Köln eingemeindet wurde, wurde 1975 mit Weiler zu einem Stadtteil vereinigt. Während das Ortsbild von Volkhoven noch heute durch eine Anzahl großer Höfe bestimmt wird, ist das nördlich gelegene Weiler vor allem wegen seiner Kirchenbauten Alt und Neu St. Cosmas und Damian hervorzuheben, von denen die erste leider derzeit ungenutzt ist. Weiler ist von den Auswirkungen des östlich gelegenen Ortsteils Chorweiler nicht gänzlich verschont geblieben, so daß die verbliebene Substanz des ehemaligen Dorfs eines besonderen Schutzes bedarf.

Der um 1860 – wahrscheinlich etwas später – errichtete Kartäuserhof stellt sowohl in der Lage des Herrenhauses dicht an der Straße wie auch im von fünf auf sieben Achsen erweiterten Herrenhaus eine Besonderheit dar. Der Eingang dieses zweigeschossigen Backsteingebäudes wurde wohl später in den zwei- bis dreiachsigen Anbau verlegt, wobei eine große, mit originalen Fliesen fast raumhoch plattierte Küche mit zwei Fenstern und Einbauschränken neu geschaffen wurde. Der Fußboden des Eingangs ist schwarz/weiß plattiert. Die Türen und Türlaibungen sind original, wobei die breiten gewölbten Profile der Rahmen auffallen. Durch zwei zur Straße gelegene Wohnräume erreicht man die hofseitige Diele, die als teilweise zweigeschossiger Raum wohl auch aus dem Beginn d. Jh. stammt. Bemerkenswert ist der Fußboden aus schwarz-weißem Mittelmosaik; die ins 1. OG führende Holztreppe mit Holzgeländer ist neu. Im 1. OG sind einige originale Deckenteile noch sichtbar. Aus späteren Umbauperioden stammen wohl die großzügigen, einfarbigen Kachelöfen, aus neuester Zeit die Fenster und die Haustür. Die Fassade zur Straße besitzt noch an allen Fenstern die hölzernen Fensterläden. Der Hof ist aufgelassen, die Stallungen werden gewerblich genutzt.

Die ehemalige Scheune befindet sich zur Rechten des Herrenhauses (zugesetzter Torbogen); auf der linken Seite der geschlossenen Hofanlage sind die ehemaligen Ställe mit darüberliegenden Heuböden angeordnet. Größere Dachgauben mit Türen zur Heuaufnahme. Ähnliche Stallungen gegenüber dem Herrenhaus.

Der Kartäuserhof, der Neuhalfenshof und der Kriegerhof bilden im Ortsteil Volkhoven eine Hofgrupe, die allerdings aus jüngeren Bauten besteht. Nur die ersten beiden stehen unter Denkmalschutz. Die Entfernung vom Ortskern Weiler ist früher stärker hervorgetreten als heute, wo die 1925 erbaute Kirche Neu St. Cosmas und Damian sowie jüngere Siedlungsbauten die Dorfteile stärker verbindet. Die in die weite Landschaft eingebettete Lage der Höfe ist somit nur noch nach Süden hin erhalten geblieben.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0