Wohnhaus
Löwenburgstraße 24 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2766 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Löwenburgstraße 24, 50939 Köln |
| Baujahr | 1928 bis 1929 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.12.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Löwenburgstraße ist eine auf den Klettenbergpark zulaufende, relativ spät erschlossene Wohnstraße im südlichen Stadtteilbezirk.
Die Anlage aus vier Einfamilienhäusern mit Flachdächern wurde 1928 bis 1929 vom Architekten Wilhelm Riphahn zusammen mit Caspar Maria Grod geplant. Die zweigeschossigen Putzbauten sind kubisch im Bauhausstil gegliedert. Die beiden mittleren Bauten der Reihe wurden kräftig zurückgesetzt, während die beiden Seitenbauten von der Straßen nur durch einen schmalen Vorgarten getrennt sind. Unmittelbar an die Straßen geschoben sind die beiden Garagen in der Mitte, die eingeschossig dem Zentrum eine zusätzliche Plastizität verleihen. Die Fassaden der Mittelbauten zeigen im 1. OG jeweils drei Fenster, während bei diesen Gebäuden ein spannungsvolles Verhältnis zwischen Wand- und Fensterflächen, das noch durch die Horizontale des schmal vorkragenden Vordaches über der Eingangstür gesteigert wird. Mit sparsamen Mitteln (Glasbausteine) wird der Eingangsbereich akzentuiert, allerdings bietet derzeit nur Haus Nr. 18 weitgehend den Originalzustand mit originalen Fenstern und Haustür. Die Fassadenebenen werden durch ihre Farbigkeit weiter differenziert. Auf den Flankenbauten und dem Haus Nr. 22 haben sich Dachaufbauten (Seitenlichter mit Glasbausteinen) erhalten. Von den Bauten blieb Nr. 18 am meisten von Umbaumaßnahmen verschont. Nr. 24 ist im Geiste des Bauhauses erneuert worden. Das Haus Nr. 20 hat leider den originalen Eingang verloren. Trotz dieses Eingriffs ist die Baugruppe als ganzes unbedingt erhaltenswert, zeigt sie doch noch heute die ursprüngliche Plastizität und Differenziertheit des originalen Bauhausstils, der in W. Riphahn wohl seinen in Köln bedeutendsten Vertreter hatte. Die für Klettenberg zweifellos ungewöhnliche Anlage, die offensichtlich bewußt mit den gerade in diesem Stadtteil sehr einheitlichen Stilelementen brach, ist inzwischen historischer Bestand und ist unverzichtbar. Sie ist auch aus wissenschaftlichen Gründen als Werk eines Bauhausarchitekten schützenwert, dessen soziales Engagement auch in seinen Bauten sichtbar wird.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0