Wohnhaus
Nordstraße 52 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2825 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Nordstraße 52, 50733 Köln |
| Baujahr | 1905 bis 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.03.1985 |
| Stadtteil | Nippes |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte des Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheims gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer, am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrieansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jh. zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. Die Nordstraße stellt die nördliche Begrenzung des Ensemblegebiets von Nippes dar.
Das trotz seiner drei Achsen recht breit bemessene Gebäude dokumentiert den zunehmenden Wohnanspruch auch einfacherer Bevölkerungsschichten nach der Jahrhundertwende. Allerdings besitzt das um 1905 - 1908 erbaute Mietstockwerksgebäude eine relativ schlichte Stuckfassade, wo neben einer kräftigeren Rustizierung im 1. OG sich in den OGs ein sehr sparsamer und flächiger Dekor findet. Die Fenster sind original-ähnlich erneuert. Historisch ist die rechte, sehr dekorative Dachgaube. Die Haustür ist in Art des Historismus nachgearbeitet. Erhaltenswert ist der historische Innenausbau, der im Eingang fast vollständig mit weißen Facettenfliesen an den Wänden, dekorativem Terrazzoboden sowie Wand- und Deckenstuck erhalten blieb. Ein langer Flur führt zur originalen Terrazzotreppe mit Holzgeländer, wobei bemerkenswerterweise die Treppenpfosten auf kleinen Terrazzosockeln aufstehen. Die originalen, gleichartien Wohnungseingänge mit Glasfüllungen erschließen die große Straßenwohnung und die kleinere im Hinterhaus. Die Türen blieben weitgehend erhalten, Stuckdecken nur im Vordergebäude. Es blieben sogar noch die Flurlampen, die Beschläge und die Klingeln intakt. Dieses überaus - auch im Detail - originale Gebäude ist ein bedeutender und unverzichtbarer Teil der hier weitgehend historisch erhaltenen Nordstraße, deren Erstbebauung das o. g. Gebäude in beispielhafter Weise zusammen mit den Nachbarbauten Nr. 48, 50 und 54 dokumentiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0