Wohnhaus

Mathildenstraße 12 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2956
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Mathildenstraße 12, 50679 Köln
Baujahrum 1870 bis 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 08.05.1985
Stadtteil Deutz

Das um 1870 bis 1880 erbaute Haus entstammt der Blütezeit der selbständigen preußischen Stadt Deutz, die als bedeutende End- und Ausgangsstation der rechtsrheinischen Eisenbahnen seit 1840 eine stetig wachsende Zahl auch wohlhabender Bürger in seinen Mauern beherbergte. Durch seine schlichte, aber doch auch selbstbewußte und vornehme äußere Gestaltung trät dieses Haus, im Zentrum und in unmittelbarer Nähe der Deutzer Freiheit, zum repräsentativen Bild der einstigen Stadt bei: Es ist als Denkmal für die Geschichte des heutigen Kölner Stadtteils (seit 1888) von Bedeutung. Das traufständige, 4geschossige, mit einem Satteldach gedeckte Gebäude schließt sich vom Typus her an das traditionelle Kölner Dreifensterhaus an, was die im wesentlichen erhaltene Grundrißstruktur und der übliche rückwärtige Anbau bestätigen. Mit seinen Nachbarbauten prägt es das Straßenbild v. a. durch seine sandsteinfarben gefaßte Putzfassade mit den Farblich abgesetzten Stuckgliederungen von Sockel- und Gurtgesimsen sowie den aufwendig profilierten Rahmungen der mit Segmentbögen geschlossenen Fenster, deren Sprossen- und Flügelteilung rekonstruiert wurde: Insgesamt eine beispielhaft, späte klassizistische Hausfront preußischer Prägung, wie sie sich in vielen Varianten gerade auch in Köln erhalten hat. Im Innern haben sich die originalen Fliesen und der figürliche Schmuck des Stützbogens im Vestibül sowie die originale Treppe mit Antrittspfosten und Geländer erhalten, was den Denkmalwert zusätzlich erhöht. In städtebauliche Hinsicht unersetzlich ist das Gebäude als Teil eines Ensembles von hervorragend erhaltenen bzw. rekonstrukierten Nachbarbauten (Nr. 10 - 22; gegenüber Nr. 21 - 29), die das historische Bild einer engen, wegen mangelden Siedlungsraums innerhalb der Befestigungsanlagen in die Höhe strebenden, aber doch auch qualitativ hochstehenden Stadtarchitektur lebhaft erfahrbar machen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0