Wohnhaus
Hacketäuerstraße 72 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3312 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Hacketäuerstraße 72, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.11.1985 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das Mietwohnhaus ist repräsentatives Zeugnis der Stadterweiterung Mülheims infolge ihres schnellen industriellen Wachstums ist und damit bedeutend aus aussagekräftig für die Geschichte dieses Ortes und seiner Bewohner vor der Eingemeindung der selbständigen Kreisstadt nach Köln (1914).
Das Gebäude stellt eine nicht unwichtige baukünstlerische Leistung dar.
Es stellt den unentbehrlichen Teil eines Doppelhauses und den unersetzlichen Bestandteil eines weitgehend erhaltenen historischen städtebaulichen Ensembles dar.
Das 4geschossige, 3achsige, Mietwohnhaus mit ausgebautem Mansarddach und erhaltenem 4- bzw. 3geschossigen Anbau, der L-förmig den Hinterhof umschließt, ist die spiegelbildliche Ergänzung einer großen Doppelhausanlage (Nr. 72/74). Es schließt sich der Auf- und Grundrißstruktur des rheinischen Dreifensterhauses an und prägt das Straßenbild durch seine flächige Putzfassade, an der die von einem gemäßigten und reduzierten Jugendstil beeinflußten Stuckgliederungen nur schwach hervortreten: Über dem rustizierten Sockelgeschoß sind die erste und zweite Etage durch Gurtgesimse zusammengefaßt, die Fenster durch ornamentale Rahmungen und Brüstungen hervorgehoben sowie in den beiden linken Achsen durch gemeinsame Sohlbänke gekoppelt. Der Dacherker bildet mit dem des Nachbarhauses eine bekrönende, gerade geschlossene Überhöhung der Gesamtfassade; er ruht auf kleinen Voluten über großen, dekorativen Masken am Hauptgesims.
Außer den originalen Fenstern haben sich im Innern originale Terrazzotreppe mit Holzgeländer sowie die Wohnungstüren und einzelne Zimmertüren erhalten.
Das stattliche Mietwohnhaus, Teil einer spiegelbildlich verdoppelten Wohnanlage, ist in städtebaulicher Hinsicht bedeutend, da es innerhalb eines weitgehend erhaltenen Ensembles einer historischen Straßenbebauung erscheint, deren Einzelhäuser z. T. sogar aus einer vergleichbaren Verdopplung ihren gestalterischen Reiz entwickeln (Nr. 78/80 und 84/86).
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0