Wohnhaus
Neusser Straße 56 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3374 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Neusser Straße 56, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1901 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.12.1985 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Ortsgeschichtlich bedeutsam ist das Miethaus, um 1901 erbaut, als Teil der ursprünglichen, qualitätvollen Erstbebauung der Kölner Neustadt, der großen Stadterweiterung Kölns nach Niederlegung der mittelalterlichen Mauer und der baulichen Erschließung der preußischen Rayons. Hier siedelten sich bevorzugt die wohlhabenderen Kölner an, Bauten Villen und anspruchsvolle Miethäuser.
Baukünstlerisch bemerkenswert ist die dekorierte Stuckfassade des 4geschossigen, 4achsigen Hauses mit ausgebautem Mansarddach (drei neue Dachfenster) und rechtsseitig angedeutetem Risalit. Über dem modern veränderten EG ist die erste Hauptetage in Stuck gequadert, die Fenster haben schmückende Schlußsteine. Die Fenster des 2. und 3. OG sind vertikal durch Pilaster bzw. Lisenen zusammengefaßt; die unteren Brüstungen sind dekoriert mit Rollwerkkartuschen und Guirlanden, die oberen mit stilisiertem, über Kreuz gebundenem Blattfrüchtestab. Beide Stuckdekore haben identisch auch am Nachbarhaus (Nr. 54) Verwendung gefunden. Zwischen die auseinandergerückten linken Fensterachsen erhebt sich auf einer großen Konsole, unter einem zeitgenössischen Glaseisenbaldachin, eine (neu-)gotische Madonna nach dem Vorbild des Schönen Stils, evtl. ein Abguß eines originalen Vorbild. Die Fenster sind stilähnlich erneuert, die Haustür ist neu. Im Innern sich original erhalten die Wand- und Bodenfliesen des Hausflurs, Teile der alten Treppenanlage, Reste der geprägten Wandbekleidung des Treppenhauses und einige Wohnungsabschlußtüren. Hausrückseite in Backstein, der kleine Hof mit Schuppen überbaut.
Städtebaulich unentbehrlich ist das Haus als Teil der weitgehend unverändert erhaltenen originalen Straßenzeilenbebauung zwischen Weißenburgstraße und Balthasarstraße, eines hochrangigen spätgründerzeitlichen Ensembles.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0