Wohnhaus
Rolandstraße 96 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3398 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Rolandstraße 96, 50677 Köln |
| Baujahr | um 1894 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.01.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Stadt- und Siedlungsgeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die ursprüngliche Bebauung der in der südlichen Kölner Neustadt gelegenen Rolandstraße am Ende des 19. Jh. Die Neustadt, 1880 nach Plänen von Hermann-Joseph Stübben gegründet, gilt als die bedeutendste Stadtanlage des 19. Jh. im Rheinland.
Es weist sich als ein in Ecklage errichtetes, 4geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Geschäftswohnhaus von 6 : 3 Achsen aus. Die Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Obwohl die Backsteinstuckfassaden z. T. verändert wurden, bewahrten sie weitgehend ihre baukünstlerische Grundgliederung und -struktur. Der vertikalen Linienfürhung der streng geordneten Fensterachsen werden die horizontelen Gurt- und Fensterbankgesimse entgegengesetzt, um das Haus optisch nicht überhoch erscheinen zu lassen. Die Fassade an der Rolandstraße betont ein giebelbekrönter Seitrisalit, die an der Merowinger Straße ein halbrunder Hausabschluß. Die abgeschrägte, von lisenenartigen Wandvorlagen gefaßte, durch Giebel erhöhte Hausecke (z. T. verändert) vermittelt als Architekturteil zwischen den Straßenfronten. Z. T. original erhaltene Fenster belegen die ursprüngliche, sich auf alle Architekturteile erstreckende ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.
In der Abschrägung der Hausecke nimmt der Bau auch städtebaulich Bezug auf die Raumsituation im Kreuzungbereich von Roland-/Merowingerstraße. Als Endbau schließt er eine Hausreihe ab, die überwiegend aus historischen Gebäuden (Nr. 78, 88 bis 96) besteht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0