Wohnhaus
Auf der Ruhr 25 · Weiss
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3440 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Auf der Ruhr 25, 50999 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.02.1986 |
| Stadtteil | Weiss |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte im Kölner Stadtraum. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der im Vorort Weiß gelegenen Straße Auf der Ruhr am ehem. alten Ortsausgang nach Sürth. Das um die Jahrhundertwende gebaute Haus charakterisiert in seiner Bauweise die um 1900 zunehmende Verstädterung des alten, zumeist durch kleine giebelständige Fachwerk- und Backsteinhäuser geprägten Dorfes.
Es weist sich als 3achsiges, 3geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist seine architektonische Gestaltung, die sich besonders in der Straßenfassade, einer Backsteinfassade mit Putzgliederung, äußert. Sie besitzt strengen axialen Aufbau und unsymmetrische Ordnung, die von einem Risalit mit großer Durchfahrt und Zwerchgiebel betont wird. Das mit einem kräftigen Gesims abschließende EG wird als lasttragender Sockel durch Rustizierung gekennzeichnet. Backstein ist der Mauerfläche bis in Höhe der Fenstrkreuze im 2. OG vorgeblendet, dazu steht im Kontrast eine bis zum Traufgesims reichende Putzfläche. Putzbänderung belebt die Backsteinfläche im 1. OG. Fenster, Haustür und Durchfahrtstor vervollkommnen als originale Ausstattungsteile die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.
Im Hausinnern sind Teile der originalen Einrichtung (z. B. inkrustierter Terrazzoboden/Hausflur, Treppe mit Geländer) erhalten.
Städtebaulich bildet das Haus eine bemerkenswerte architektonische Zäsur an der Nahtstelle zwischen der traditionellen dörflichen und der anschließenden städtisch orientierten Bebauung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0