Wohnhaus
Auf der Ruhr 17 · Weiß
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6580 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Auf der Ruhr 17, 50999 Köln |
| Baujahr | 1885 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.07.1992 |
| Stadtteil | Weiß |
Erbaut 1885-90 als Herrenhaus des ehem. Körberhofes, freistehender Bau an der Ecke zur Körberstraße, 2 Geschosse, 5 Achsen; Fassaden ursprünglich backsteinsichtig, um 1910 mit Kratzputz und Stuckgliederung im Stil des Neoklassizismus versehen; axialsymmetrisch aufgebaute Straßenfassade mit Mittelbetonung, Partereerker mit bekrönendem Balkon auf der Mittelachse, Dreiecksgiebel, Mansarddach; Fenster verändert. Seitenfassade mit Hauseingang, Haustür verändert; Rückfront z. T. mit Schlagläden.
Bestandteil des Denkmals sind auch die erhaltenen Teile der zeitgenössischen Innenausstattung. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der seitliche Garagenbau.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Weiß - als Bestandteil der Gemeinde Rodenkirchen seit 1975 zu Köln gehörig - wurde im Jahre 1263 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts waren Fischfang und Landwirtschaft die Haupterwerbszweige der Bewohner. Bei o. g. Objekt handelt es sich um das Herrenhaus des ehemaligen Körberhofes. Die wohl nach Peter Körber benannte, ehemals vierseitige Hofanlage ging in den 1920er Jahren in den Besitz der Familie Rodenkirchen über, die ihn nicht selbst bewirtschaftete, sondern der Familie Kübbeler in Pacht gab. In den 1960er Jahren wurden die Wirtschaftsgebäude im Zuge einer Neubebauung, der Errichtung der Europa-Häuser, abgebrochen. In dieser Zeit wurde auch die heutige Körberstraße als Planstraße angelegt. Das Herrenhaus stellt sich heute im wesentlichen noch im Zustand der 1910er Jahre dar, nachdem die ehemals backsteinsichtigen Fassaden eine Neufassung mit Kratzputz und Stuck erhielten. Einfach- und Doppellisenen sowie Girlanden- und Kranzdekor gliedern die Straßenfassade und geben dem ehem. Herrenhaus den Anschein einer neuklassizistischen Villa. In seiner aufwendigen Gestaltung stellt das Gebäude einen wichtigen - auch städtebaulichen - Fixpunkt in der sonst mit dicht gereihten, ein- bis zweigeschossigen Wohnhäusern und Kleinstgehöften bebauten alten Dorfstraße dar. Auch aus ortshistorischen und künstlerisch-wissenschaftlichen Gründen ist das herrschaftliche Wohnhaus Auf der Ruhr Nr. 17 unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0