Wohnhaus
Neuenhöfer Allee 10 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3599 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Neuenhöfer Allee 10, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1922 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.05.1986 |
| Stadtteil | Sülz |
Seit der Jahrhundertwende entstehen während der zweiten Entwicklungsstufe der Bebauung in Sülz v. a. Wohnblöcke entlang den großen Ausfallstraßen, insbesondere in dem Gebiet zwischen Berrenrather und Luxemburger Straße. Das o. g. Objekt ist ein Dokument der Originalbebauung aus dieser Zeit.
Der um 1922 errichtete, 4geschossige, traufständige Wohnblock mit Walmdach und Dachgaupen präsentiert sich mit Putzfassade in den Obergeschossen und Backsteinfassade im Erdgeschoß. Die Vorderfassade weist fünf Achsen auf, die rechte Seitenfassade zur Grafenwerthstraße besitzt drei Fensterachsen, die durch ihre symmetrische Gliederung das geschlossene, blockhafte Erscheinungsbild des Gebäudes verstärkt. Zu beiden Seiten des Eingangs sind der Vorderfassade im ersten und zweiten Obergeschoß Erker vorgesetzt, über denen sich die Balkone im dritten Obergeschoß befinden. Im zweiten Obergeschoß sind die Eckpfosten der Erker durch stilisierte Tier- und Pflanzenmotive aus Stuck verziert. Die darüber befindlichen Brüstungen der Balkone schließen mit dem Fensterbankgesims im dritten Obergeschoß ab. Von der Putzfassade der Obergeschosse hebt sich die Backsteinfassade im Erdgeschoß mit unterschiedlichen Mauerverbänden ab. Der etwas zurückgelegten Backsteinfassasde im Kreuzverband sind zwischen den Fensterachsen sowie der linke Abschluß der Vorderfassade als auch der rechte Abschluß der Seitenfassade pilsterartige Wandvorlagen angesetzt. Die Eckprofile dieser Wandbereiche sind durch Verzahnungen vorspringender Backsteinschichten herausgestellt. Mit senkrecht aneinandergereichten Breitenseiten rahmt eine Rollschicht die Fensterstürze; während die Sohlbänke aus einer Rollschicht von hochkant gestellten Bindern bestehen. Der überdachte Hauseingang mit scharrierter Putzrahmung weist über dem Kämpfergesims eine stilisierte Kopfplastik mit Flügeln auf. Ihren unteren Abschluß erhält die Fassade durch eine scharrierte Sockelung. Als konstruktiver Teil des Hauskerns verdeutlichen beide Fassaden dessen Proprotionen entsprechend seinem Querschnitt.
Im Treppenhaus mit gesockelter Marmorverkleidung im Erdgeschoß befindet sich die Terrazzotreppe mit Holzgeländer und reich ornamentierten Antrittspfosten in originalem Zustand.
Mit der Bebauung der Neuenhöfer Allee wird die planerische Struktur eines rechtwickligen Straßenrasters um den Sülzgürtel fortgesetzt. Als Eckgebäude zur Grafenwerthstraße gewinnt der o. g. Wohnblock durch seine sachliche Bauweise straßengestaltende Bedeutung ab dem Schnittpunkt Berrenrather Straße/Neuenhöfer Allee, wo der Alleecharakter durch den Wegfall der Begrünung endet und eine spätere originale Bebauungsphase in den 20er Jahren einsetzt, von der das o. g. Objekt Zeugnis ablegt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0