Wohn- u. Geschäftshaus
Steinweg 3 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3998 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Steinweg 3, 50667 Köln |
| Baujahr | 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.12.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Beide Häuser sind 3geschossig und besitzen eine Werksteinfassade, wobei der rechte, leicht vorspringende Hausteil vor allem im 1. Obergeschoß reicheren plastischen Stuck zwischen den Fenstern aufweist. Hier sind auch die beiden Schaufenster mit einem leicht gedrücktem Halbbogen überfangen, während die des linken Gebäudes einen geraden Sturz aufweisen. Durch Teilzerstörungen während des letzten Krieges ging der figürliche Schmuck in der Nische verloren und wurde durch eine italienische Plastik -Putto und -Delfin ersetzt. Fenster und Haustüre wurden erneuert. Im Hauseingang blieb die Marmorverkleidung an den Wänden erhalten, auch die Treppe stammt noch aus dem Bau von 1913.
Das Doppelhaus Steinweg 3 ist bedeutend für die Altstdat Kölns, deren mittelalterliche Bausubstanz allerdings bis auf die Reste der romanischen Kirchen verloren ging. Der Steinweg gehört zu den ältesten Straßen der Stadt und geht auf den römischen Ursprung der Stadt zurück, da er auf der Verbindung des ehemaligen Prätoriums mit dem Kapitolshügel liegt (heute Maria im Kapitol). Die mittelalterlichen Häuser wurden nach der Eingliederung Kölns in das preußische Königreich 1815 weitgehend durch eine dichtere Bebauung, teils infolge des starken Wachstums der Bevölkerung, teils durch den Verfall der alten Bausubstanz, ersetzt. Bei einer vorsichtigen Korrektur des mittelalterlichen Straßennetzes wurden auch teilweise kleiner Parzellen, wie bei dem o. g. Objekt, zu einem Gebäude zusammengefaßt.
Nach Auskunft des Besitzers steht das Gebäude auf den ehemaligen Hausnummern 3 und 5. Eines dieser Gebäude trug den Grinkopf, ferner die Jahreszahl 1603, die mit dem Datum des Neubaues 1913 über den einzig erhaltenen Rest des früh neuzeitlichen Gebäude angebracht wurde. Die Plastik soll ursprünglich über der Kellertreppe des Hauses gehangen haben.
Städtebaulich ist das Objekt mit seinen historischen Bezügen und in der Kleinteiligkeit der ehemaligen Altstadtbebauung maßstabbildend für den Charakter der Steinstraße. Als Rest der Vorkriegsbebauung ist das Gebäude von besonderer Bedeutung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0