Wohnhaus
Johann-Mayer-Straße 4 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4086 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Johann-Mayer-Straße 4, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1900 bis 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.03.1987 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Gebäude wurde um 1900 - 1905 errichtet.
Baugeschichtlich bedeutend ist das 4-geschossige, 3-achsige Backsteingebäude mit Stuckgliederungen aufgrund seiner Bauweise mit Stilanklängen aus der Renaissance. Ein flacher Risalit mit je einem Fensterpaar pro Geschoß betont die Mittelachse des Gebäudes.
Die Fassade wird gegliedert durch gekröpfte Sohlbankgesimse, Fensterbankkonsolgesimse, Putzbänder sowie gerade und spitzbogige Konsolgesimsverdachungen.
Das 1. OG wird besonders hier vorgehoben durch Diamantquader, in den Fenster Brüstungsfeldern sowie eine ein Fensterpaar einbeziehende Fensterrahmung in Ädikulamanier und weist sich somit als sogenannte Belétage aus.
Das EG ist rustiziert und in den Achsen mit Arkanthusblatt dekorierten Keilsteinen besetzt. Trotz der Veränderung der Zone zwischen 4. OG und Dachaufbau verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.
Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das Wohnhaus, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vorortes nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industrieanlagen Mitte des 19. Jahrhunderts entwikkelte sich Kalk (1877) zu einer selbständigen Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung der bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße, vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie. Die wenigen heute noch erhaltenen Bauten belegen die um die Jahrhundertwende entstandene einheitliche Wohngebietsbebauung mit 4-geschossigen, 3 - 4achsigen Mietstockwerkbauten.
Städtebaulich bedeutsam ist das Objekt als Bestandteil eines historischen Straßenensembles mit den Häusern Nr. 2, 6, 8, 12, 14, 16 und 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0